Zwischen Stolz, Gesundheit und Zukunftsfähigkeit
Auf der ZUKUNFT HANDWERK 2026, dem zentralen Kongress für Innovation und Networking im Handwerk, setzten unsere Partner IKK classic und Signal Iduna wegweisende Impulse für die Branche. Im Zentrum stand dabei eine essenzielle Frage: Wie bleibt das Handwerk zukunftsfähig?
Die IKK classic rückte hierfür das Zusammenspiel von Stolz und Gesundheit in den Fokus. Ein Höhepunkt bildete die Paneldiskussion „Stolz. Stolzer. Handwerk.“, die durch die Teilnahme von Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, besonderes politisches Gewicht erhielt. Gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft, Verbandswesen und Praxis wurde debattiert, wie Wertschätzung und eine starke Haltung die Arbeitswelt von morgen prägen.
Ein starkes Fundament: Die Zahlen hinter dem Selbstbewusstsein
Dass dieser Stolz keine bloße Bühnen-Rhetorik ist, belegt eine aktuelle, repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der IKK classic. Die Ergebnisse sprechen eine deutliche Sprache: 84 Prozent der Handwerkerinnen und Handwerker sind stolz auf ihren Beruf, und beeindruckende 91 Prozent empfinden ihre Arbeit als zutiefst sinnvoll. Diese Zahlen bestätigen das starke innere Fundament der Branche, das auch auf dem Kongress von Experten wie ZDH-Präsident Jörg Dittrich und der Influencerin Lea Wagner hervorgehoben wurde.
Für dich als Betriebsinhaberin oder Betriebsinhaber liegt darin eine enorme Chance: Sinnhaftigkeit und Stolz sind die stärksten Argumente im Wettbewerb um Talente. Doch sie sind kein Selbstläufer, denn dieser Wert entfaltet sich erst dann voll, wenn er im Betriebsalltag bewusst gefördert und nach außen sichtbar gemacht wird.
Bild: IKK classic/Amelie Niederbuchner
Viel Sinn, aber zu wenig Anerkennung
Neben dem positiven Grundgefühl wurde auf der Veranstaltung auch eine zentrale Herausforderung deutlich: die fehlende Wahrnehmung und Wertschätzung im Alltag. Dieses Spannungsfeld spiegelt sich eins zu eins in der Studie wider. Zwar empfinden die meisten ihre Arbeit als sinnvoll, doch nur 61 Prozent fühlen sich ausreichend anerkannt.
Diese Lücke hat konkrete Folgen für den Betrieb. Denn fehlende Wertschätzung wirkt sich direkt auf Motivation, Leistungsbereitschaft und Mitarbeiterbindung aus. Die Diskussionen auf der ZUKUNFT HANDWERK 2026 haben gezeigt, dass genau hier viele Betriebe ansetzen müssen: nicht nur im Außenbild des Handwerks, sondern vor allem im täglichen Miteinander im Team.
Gesundheit ist mehr als ein individuelles Thema
Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema Gesundheit im Handwerk. Dabei wurde deutlich: Gesundheit hängt eng mit Arbeitsbedingungen und Unternehmenskultur zusammen. Diese Perspektive deckt sich mit den Ergebnissen der Umfrage. Trotz hoher Belastung beschreiben viele Beschäftigte ihren Gesundheitszustand als gut – nicht zuletzt, weil sie ihre Arbeit als sinnvoll erleben und körperlich aktiv sind.
Auf der ZUKUNFT HANDWERK 2026 wurde jedoch klar betont, dass Betriebe hier eine aktive Rolle spielen müssen. Die IKK classic setzt genau hier an und zeigt: Betriebliches Gesundheitsmanagement wirkt vor allem dann, wenn es strukturell gedacht wird. Klare Abläufe, gute Kommunikation und eine funktionierende Führung sind entscheidend dafür, ob Mitarbeitende langfristig gesund bleiben.
Arbeitgeberattraktivität beginnt im Betrieb
Der Fachkräftemangel war eines der dominierenden Themen der Messe. Gleichzeitig wurde deutlich, dass es keine einfache oder schnelle Lösung gibt. Auch technologische Entwicklungen wie Künstliche Intelligenz werden die Situation kurzfristig nicht grundlegend verändern.
Stattdessen wurde immer wieder betont, dass Arbeitgeberattraktivität im Inneren des Betriebs entsteht. Die Studienergebnisse stützen diese Sichtweise: Faktoren wie Sinnhaftigkeit, Selbstbestimmung und Arbeitsumfeld spielen eine zentrale Rolle für die Zufriedenheit der Beschäftigten. Wer diese Aspekte stärkt, verbessert automatisch seine Chancen im Wettbewerb um Fachkräfte.
Inklusion zeigt, wie Zukunft im Handwerk funktioniert
Wie zukunftsfähige Ansätze konkret aussehen können, zeigte die Auszeichnung der Bäckerei Die Backpfeife. Der Betrieb wurde für gelebte Inklusion geehrt und steht beispielhaft für einen modernen Umgang mit Personal. Individuelle Förderung, klare Strukturen und ein starkes Team machen dort den Unterschied.
Auch das knüpft an die übergeordneten Themen der Veranstaltung und der Studie an: Erfolgreiche Betriebe denken Arbeit ganzheitlich – sie schaffen Rahmenbedingungen, in denen unterschiedliche Menschen gut zusammenarbeiten können und ihr Potenzial entfalten.
Bild: IKK classic/Amelie Niederbuchner
Fazit: Die richtigen Themen sind bekannt, jetzt kommt es auf die Umsetzung an
Die ZUKUNFT HANDWERK 2026 hat viele wichtige Impulse geliefert. Die Umfrage der IKK classic zeigt gleichzeitig, dass die zentralen Themen längst im Alltag der Betriebe angekommen sind.
Stolz, Sinn und gesellschaftliche Relevanz sind im Handwerk stark ausgeprägt. Die eigentliche Aufgabe liegt darin, diese Stärken im Betrieb durch Wertschätzung, gute Führung und klare Strukturen erlebbar zu machen. Wer hier ansetzt, schafft nicht nur bessere Arbeitsbedingungen, sondern sichert auch die Zukunftsfähigkeit seines Betriebs.
Du möchtest dich mehr zu dem Thema einlesen? Dann schau doch mal in die Forsa-Umfrage der IKK classic.

