In dieser Studie werden die Vorstellungen und Erwartungen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen an ihre zukünftigen Lebens- und Arbeitswelten in Zeiten von demografischem Wandel, Digitalisierung und Dekarbonisierung untersucht. Die vorliegende Analyse ergänzt die gegenwärtige Studienlage um eine gezielte Betrachtung der Auswirkung der sogenannten „Polykrise“ auf Jugendliche im Übergang in die Berufswelt sowie um eine differenzierte Betrachtung der jungen Generationen, u. a. um die pauschalisierende „Generation Z“-Verallgemeinerung aufzubrechen. Handlungsperspektiven für die Ausgestaltung politischer Maßnahmen werden aus vier zentralen Ergebnissen dieser Untersuchung abgeleitet: dem
Rückzug von Jugendlichen ins Private und der damit verknüpften Verstärkung von Polarisierungseffekten; den unterschiedlichen Erwartungen an die Arbeitswelt im Vergleich zu den Elterngenerationen; einer hohen Diskrepanz zwischen Digitalität des Alltags und mangelnden digitalen Kompetenzen in Schule und Beruf; dem fehlenden Vertrauen in den Staat als
leistungsfähigen Akteur.
