Das sagt der Handwerksnachwuchs

Wie zufrieden sind Auszubildende im Handwerk? Was macht Arbeitgeber attraktiv? Und welche Rolle spielen Themen wie Digitalisierung, Regionalität oder Vielfalt? 

Das Handwerk ist das Rückgrat unserer Wirtschaft, doch der Fachkräftemangel stellt viele Betriebe vor enorme Herausforderungen. Um Handwerksbetriebe gezielt bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen, hat „Next Level Handwerk“ genau dort nachgefragt, wo die Zukunft des Gewerks liegt: bei den Auszubildenden selbst.

Die Ergebnisse zeigen, was junge Fachkräfte bewegt und welche Chancen sich für Ausbildungsbetriebe ergeben, um auch künftig als attraktive Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.

Warum haben wir diese Befragung durchgeführt?

Wir wollten aus erster Hand erfahren, wie Azubis ihre Ausbildung erleben. Ziel der Befragung war es, ein realistisches Bild der Erwartungen und Erfahrungen in Bezug auf die Arbeitgeberattraktivität, die Digitalisierung im Berufsalltag und die Rolle der Regionalität zu gewinnen. Nur wer weiß, was den Nachwuchs motiviert – oder frustriert –, kann die Ausbildung von morgen gestalten.

Info

An der Befragung nahmen 418 Auszubildende aus den Gebieten der Handwerkskammern Aachen, Frankfurt-Rhein-Main, Magdeburg und der Pfalz teil. Vertreten waren Auszubildende aus dem 1. bis 3. Lehrjahr in einer Vielzahl von Handwerksberufen – darunter Anlagenmechaniker/-innen SHK, Elektroniker/-innen, Tischler/-innen, Fliesenleger/-innen, Friseur/-innen, Kaufleute für Büromanagement, Metallbauer/-innen, Straßenbauer/-innen und Zweiradmechatroniker/-innen.

Ein kleiner Vorgeschmack

Die Auswertung der Daten hat spannende, teils überraschende und teils deutliche Ergebnisse geliefert. In den kommenden Wochen werden wir diese Themen einzeln vertiefen. Hier sind die Highlights, auf die ihr euch freuen könnt:

1

Die „Glücks-Quote“:

Fast 90 % der Azubis gaben an, mit ihrer Wahl fürs Handwerk zufrieden zu sein. Doch warum sinkt der Wille, auch langfristig im Handwerk zu bleiben, im Vergleich dazu leicht ab?
2

Digital-Check:

Digitalisierung ist im Handwerk längst angekommen, aber die strukturelle Verankerung in der Ausbildung hinkt oft hinterher. Warum wünscht sich über ein Drittel der Azubis mehr praxisnahe Übungen mit digitalen Tools?
3

Die Wahrnehmungslücke:

Bei der Frage nach Gleichstellung und Karrierechancen für Frauen klafft eine Lücke: Während die Mehrheit der Männer die Gleichberechtigung als erreicht ansieht, bewerten Frauen ihre Anerkennung und Chancen deutlich kritischer.
4

Heimatliebe

Für die Mehrheit der Azubis (fast 89 %) ist die räumliche Nähe des Ausbildungsbetriebs zum eigenen Wohnort ein entscheidender Faktor bei der Berufswahl.
5

Wenn ich Chef/ Chefin wäre...

In den offenen Fragen haben die Azubis Klartext geredet. Dabei geht es nicht um utopische Forderungen, sondern um ein Gesamtpaket aus Wertschätzung, fairer Bezahlung und Ausbildungsqualität.
Seid gespannt! In unserem nächsten Beitrag steigen wir tief in das Thema „Zufriedenheit und Bleibewille“ ein und zeigen, was Betriebe tun können, um ihre Talente langfristig zu halten.

 

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